Hemden sind wohl das unverzichtbarste Kleidungsstück, das viele Männer kaum tragen.

In Zeiten in denen T-Shirt, Pullover oder gar Kapuzenpullis als adäquate Oberbekleidung sozial akzeptiert sind umgehen viele Männer gerne das klassische Herrenoberhemd. Ausnahmen bilden diejenigen, die beruflich dazu genötigt werden…oder bei denen Mutti noch bügelt.

Wenn dann doch Hemd, dann muss es möglichst casual sein. City-Hemd, Freizeit-Hemd, Holzfäller-Hemd, oder was auch immer für alberne Namen die Marketingabteilung wieder erfunden hat. Hauptsache nicht zu chic sein und ja nicht in die Hose stecken! Unbedingt deutlich machen, dass man gerade nicht beruflich unterwegs ist! Und wie könnte man das besser tun als ein Hemd zu tragen, das zu hässlich ist um zu einem Anzug getragen zu werden? Mir fällt da nichts ein.

Da hilft es auch überhaupt nicht das Hemd mit irgendwelchen Markennamen vollzusticken, dass man aussieht wie ein gesponsorter Rennsegler. Je größer der Markenname auf einem Kleidungsstück prangt, desto deutlicher ist sichtbar, dass der Träger deutlich mehr Geld als Stil besitzt. Das sollte mal jemand Dieter Bohlen stecken vielleicht.

Dabei ist das klassische Anzughemd die Grundlage aller Grundlagen. Ohne ein ordentliches Hemd kann das Outfit niemals mehr als Casual sein! Mit einem ordentlichen Hemd sieht auch ein Casual Outfit edler aus. Gleichzeitig bietet es wohl die variantenreichste und dabei günstigste Methode seinem Outfit eine besondere Note zu geben. Ein besonderes Hemd zu einem schlichten Anzug macht aus einer Business-Uniform ein peppiges Outfit.

Anders gesagt: Hemden sind toll! Hemden sind wichtig! Tragt Hemden! Tragt richtig geschnittene, gebügelte Hemden! Tragt sie ordentlich! Tragt sie in die Hose gesteckt! Euer Look wird sich allein durch diese Maßnahme dramatisch und positiv vom Casual Kevin abheben.
 

Lass die Mode Mode sein, das Hemd g’hört in die Hose rein!

Meine Mutter
 


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