Dating-Plattformen sind weder doof, nutzlos noch sollte man sie besonders negativ werten. Wie alles im Internet bieten sie Möglichkeiten. Auch schlechte. Deswegen kommt es stark darauf an, wie man damit umgeht. Das gilt aber genauso auch für Facebook, Instagram oder Zalando meinetwegen. Wobei Shopping sicherer zur Befriedigung führt als Online-Dating und vielleicht auch weniger kostet.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Ich kenne drei langjährige Partnerschaften, die sich über Internetpartnervermittlungen angebahnt haben. Zwei davon sind mittlerweile urkundlich im Standesamt belegt, die dritte Hochzeit ist sehr bald. Ein Kind ist schon auf der Welt, das zweite unterwegs. Es kann also klappen. Beim Lotto gewinnen auch immer welche. Ich halt nicht. Aber jemand. Vielleicht sollte ich auch mal ein Los kaufen…

Drum prüfe wer sich Premium kauft!

Aufpassen muss man allerdings schon wenn es um Geld geht. Die meisten Portale sind zwar kostenfrei in der Anmeldung, aber ohne bezahlte Funktionen kaum oder nur unzureichend nutzbar. Zumindest für die Herren der Schöpfung. Die große Ausnahme ist hier Tinder. Das bietet zwar eine Premiumfunktion, die aber meiner Meinung nach nicht wirklich gebraucht wird.

Ein großes Thema sind Fakes, also Nutzerprofile hinter denen keine echte Person steckt. Diese sollen in der Regel speziell die Männer dazu anregen sich die vorhin erwähnten Premiumfunktionen zu buchen. Ein entsprechender Skandal bahnt sich zum Beispiel gerade bei Lovoo an. Dort gab es bereits eine Razzia wegen dem Vorwurf mittels Fake-Accounts Einnahmen von über einer Million Euro ergaunert zu haben. Lovoo ist zwar prinzipiell kostenlos und kann auch relativ gut so genutzt werden, aber zum Beispiel können Besucher des eigenen Profils nur mittels zu kaufender Credits freigeschaltet werden. Die Neugier ist da oft stärker als die Vernunft.

Dumm zahlt gut

Fakes erkennt man gut daran, dass meist irgend etwas zu gut ist im wahr zu sein. Hat die Dame zum Beispiel nur wenige Fotos, die dafür aussehen als seien sie vom Instagram einer professionellen Fitness-Schönheit, sind die meist auch von einer solchen geklaut.
Ein Klassiker ist auch von einer solchen Dame angeschrieben zu werden, die dann behauptet sie habe Probleme mit ihrem E-Mail-Konto und man solle sich doch auf dieser anderen Plattform anmelden. Ein echt plumper Versuch den geneigten Freier von der semi-dubiosen Datingplattform auf ein mehr oder weniger offen betrügerisches Sexportal zu locken. Wer’s glaubt ist selber schuld.

Mann bekommt auch das eine oder andere unmoralische Angebot.

Mann bekommt auch das eine oder andere unmoralische Angebot.

Kaltaquise ist nichts für schwache Nerven

Wer solche Börsen nutzen will, muss sehr resistent sein. Nur ein Bruchteil der angeschriebenen Damen reagiert überhaupt auf die eigenen Bemühungen mit Konversation. Viele dieser Chats schlafen dann aber recht schnell ein. Frauen geben einem ungern offen einen Korb. Stattdessen wird einfach nicht mehr geantwortet und gehofft, der Typ kapiert von alleine, dass er nicht weiter erwünscht ist. Das schlägt oft fehl. Viele Männer sind nun mal wenig subtil veranlagt und brauchen eher klare Kommandos. Andersrum ist es aber wohl auch nicht unbedingt besser. Aber so ist das nunmal im Internet. Es ist leicht Kontakt zu knüpfen. Es ist noch leichter diesen wieder einschlafen zu lassen.

Man ist so alt wie man es einstellt

Alle Apps haben gemein, dass sich die Masse der Leute in der Altersklasse von 18 bis 35 befinden. Dennoch finden sich auch überraschend viele ältere Semester bis hin zu ü50. Allerdings haben auch viele das Alter bei ihrem Facebook-Profil falsch angegeben, welches für Tinder und Lovoo die Grundlage bildet. So gibt es auch einige äußerst gut erhaltene 100jährige. Es könnte sich also lohnend erweisen die Altersobergrenze im Suchfilter auf das Maximum zu setzen.

Diese Dame sucht die große Liebe offensichtlich.

Diese Dame sucht die große Liebe offensichtlich.

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