München gilt ja nicht unbedingt als Nabel der Modewelt abseits des alljährlichen Trachtenfaschings, aber wenn sich dann mal wer die Mühe macht einen Fashionevent zu organisieren, dann muss es auch ein großes sein. Größe wurde letzten Freitag erreicht mit mehr als 1000 Besuchern in der damit ausverkauften Alten Kongresshalle an der Schwanthalerhöhe. Damit hat sich die seit 2014 jeweils im Mai und Oktober stattfindende Secret Fashion Show sogar das Prädikat der größten Modeschau Deutschlands verdient.

Das wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen und konnte mir noch rechtzeitig ein Ticket ergattern. Leider nur in den hinteren Rängen, was das Fotografieren etwas schwieriger gestaltet hat. Es waren aber einige professionelle Fotografen vor Ort, deren Werke man in den sozialen Medien eingehender bewundern darf. Siehe Links.

Neben den eher normalen Besuchern, zu denen ich mich selbst auch zähle, diversen münchner Fashionbloggern und Szenefashionistas, gab es auch den einen oder anderen der Kategorie “Promi” zu sehen, deren Namen sogar mir geläufig waren. Darunter Ex-Juror von Germany’s Next Top Model Peyman, das Jahrhundertplaymate Gitta Saxx und Nico Schwanz. Letzterer war nicht nur wegen seines durch Auftritte in diversen TV-Formaten erworbenen Ruhms vor Ort, sondern ist auch als Model berufstätig geworden. Eine der weiblichen Models war, wie ich im Verlauf des Abends noch erfahren habe, auch schon bei einer Staffel von GNTM mehr als nur kurz dabei.

Die Show selbst ging mit etwas Verspätung los und wurde von einem fitten jungen Mann mit akkuraten Tanzfiguren zu fetziger Musik eingeleitet, der wohl auch schon bei dieser durchaus bekannten Casting-Show, die ich für gewöhnlich erfolgreich ignoriere, sein Talent zur Schau gestellt hat. Damit war er aber nicht der letzte, denn auch einige der zwölf sich präsentierenden Designer wurden von musikalisch durchaus begabten Showacts unterstützt. Mode will halt nicht nur einfach getragen, sondern auch zelebriert werden!

Die Mode selbst war stilmäßig breit gefächert. Von “beinahe bürotauglich” über Hochzeitsmode, Dirndl und (cyber)punkig” bis hin zu “untragbar kreativ” war alles mit dabei. Meine persönlichen Favoriten waren die wirklich sehr schönen Dirndl und die sehr moderne Interpretation diverser Uniformen einer offenbar österreichischen Designschmiede. Die ungewöhnlichsten und vermutlich auch untragbarsten Kleider wurden aus allem bis auf Stoff hergestellt. Gefaltete Papierservietten, Fächer und Skiliftkarten meine ich erkannt zu haben.

Das Highlight für die weibliche Besucherschaft war sicher die Präsentation von Taschen einer Ledermanufaktur. Die nur in sehr knappen Plastikfolienhöschen auflaufenden männlichen Models wurden dem plötzlichen Kreischen nach zu urteilen wohl erst mit den Chippendales verwechselt und es hat ein wenig gedauert bis sich die Aufmerksamkeit auf die Taschen gerichtet hat.

Nach der Show ging es direkt zur Afterparty im Foyer, wo Durst, Hunger, Neugier und Tanzeslust auf zwei Ebenen erfolgreich bekämpft werden konnten. Ich hatte jedenfalls einen schönen Abend und werde höchstwahrscheinlich bei der nächsten Secret Fashion Show im Mai 2017 auch wieder vor Ort sein.

 

Links zur Secret Fashion Show 2016

 
Offizielle Webseite der Secret Fashion Show
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Webseite des Veranstalters

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